Nach fast genau fünf Jahren höre ich bei talkabout auf. Was für eine Zeit. Danke für alles!

Neue Balan, talkabout in Haus 10
Das erst Mal „in Action“ habe ich Mirko Lange bereits vor meinem Start bei talkabout erlebt, beim Pitch (PR-Sprache für „Bewerbung“) um den Etat einer Software-Schmiede. Das Gespräch mit den beiden Geschäftsführern begann auch ganz klassisch – Agenturpräsentation etc. Nur als es dann um deren Portfolio ging, entwickelte sich das Gespräch in eine mir bislang unbekannte Richtung: Mirko war nicht glücklich mit dem, was die beiden da über ihre Lösungen erzählten. Zu breit schienen ihm die Märkte, die da abgedeckt wurden, zu groß die Vielfalt der Lösungen, die auf der Plattform des Unternehmens aufsetzte. Kurz: Nicht nur eine Positionierung war mit der aktuellen Aufstellung des Unternehmen schwer zu machen – die hatten ihr Geschäftsmodell schlicht noch nicht vollends zu Ende gedacht. Mirko zeigte Lösungswege auf, betätigte sich nicht „nur“ als Kommunikations- sondern als Unternehmensberater, und hatte am Ende des mehrstündigen Meetings einen schlüssigen Ansatz für Unternehmens-, Produkt- und Kommunikationsstrategie formuliert, dem auch die beiden Geschäftsführer, durchaus erfahrene Leute, ihre Zustimmung gaben. Für talkabout haben sie sich aber letztlich nicht entschieden. Vielleicht wollten sie nichts mehr ändern, wollen sich die Arbeit nicht machen… Gehört habe ich seitdem nichts mehr von ihnen. Dafür war ich umso mehr überzeugt, dass talkabout ein hervorragender Arbeitgeber sein würde. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieser erste Eindruck voll und ganz bestätigt.
Diese oben dargebotene Episode ist durchaus typisch für talkabout: In der Zeit, in der ich hier war, wurde so manches Geschäftsmodell auf den Kopf gestellt, so mancher Kunde gewonnen und lange gehalten, der sich auf echte Beratung einließ und so mancher schnell wieder verloren, der nur eine „verlängerte Werkbank“ benötigte und keine Beratung zuließ. Man kann es sich als Agentur auch leichter machen… Dann wird man allerdings schnell austauschbar. In der Beratung können wir Agenturen uns differenzieren, eine gute Umsetzung bekommen viele hin. „Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als das Falsche richtig gut zu machen“, ist eins von Mirkos Lieblingsmottos. Das werde ich mir auch in meinem neuen Job hinter die Ohren schreiben. Offen, mutig, konsequent – das sind wichtige Beratereigenschaften, die ich von hier mitnehme. Danke, talkabout, für die Ausbildung in strategischer Kommunikation.
Danke außerdem für das Vertrauen! Von Anfang durfte ich bei talkabout Projekte leiten, Kunden betreuen und bald auch schon alleine auf Kundenakquise gehen. Im ersten Jahr war ich beispielsweise zusammen mit Mirko in Moskau, im zweiten Jahr schon alleine. Wir haben unglaublich ehrgeizige und innovative Kunden mitgebracht. Ich habe den Arcor B2B-Account geleitet, den Flip Video-Launch (Pocket-Camcorder von Cisco) in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Projekt- und Teamleiter verantwortet und viele andere große und kleine B2B und B2C-Accounts und Projekte betreut. Nach etwa drei Jahren war ich Teil des Management-Teams und konnte die Agenturentwicklung mitbestimmen. Die Verantwortung, die ich bei talkabout übernehmen durfte, hat mich einen riesigen Schritt vorangebracht. Ich hoffe, ich konnte ebenso viel zurückgeben. talkabout wirft neue Mitarbeiter durchaus ins kalte Wasser, fordert Selbständigkeit, Engagement, Mitdenken über den eigenen Verantwortungsbereich hinaus. Man wird schnell beruflich „erwachsen“.
Danke Mirko. Danke dem gesamten talkabout-Team. Danke auch all denen, die talkabout schon vorher verlassen haben. Für eine lehrreiche, bewegte, wundervolle Zeit! Das hier sind sie – samt Twitter-Account (in alphabetischer Reihenfolge). Verfolgen!
@cschm – Christopher ist einer der Nachwuchsstars bei talkabout. Straightforward, socialmedia-o-phil und einfach ein starker Typ mit wilden Marketing-Ideen für talkabout. Watch out!
@danielrehn – Daniel ist ein ganz Großer, in vielfacher Hinsicht
Ihn zeichnen eine Neugier, eine Aufgeschlossenheit und eine positive Einstellung aus, die unglaublich ansteckend sind. Eine Bank im „Peoples‘ Business“ PR.
@David_Philippe – David, die zweite Hälfte des infernalischen Duos Rehn/Philippe, ist seit einem Monat dabei und hat talkabout jetzt schon sehr bereichert. Digital Native, Social Talent, Kommunikationsprofi, einfach sympathisch…
Dieter – Dieter ist der Architekt unseres PR-Werkzeugs und als freier Programmierer bei uns, länger schon als irgendwer sonst. Eine Konstante, die nicht nur Software- sondern auch Hardware (Kicker)-Herausforderungen gerne annimmt.
@KerstinKitzmann – Kerstin ist unser Multitalent und hat beispielsweise Video als Kompetenz eingebracht. Ich habe mich immer wieder gefreut über die beeindruckenden Ergebnisse, die sie mit ihrem Gespür für Gelegenheiten in der Kommunikation erreicht hat.
Kris – Kris ist PR-Profi und hilft immer mit guten Tipps und Feedback aus. Außerdem hält sie Mirko den Rücken frei und hat einen riesigen Anteil daran, dass bei talkabout die Übersicht nicht verloren geht.
@limone – Olivia ist Buchautorin, unternehmerischer Tausendsassa und als freie Texterin für talkabout tätig (siehe auch www.limone.de). Sauer kann ich sie mir nicht vorstellen und klein und grün ist sie auch nicht. Ich erkläre mir die Namenswahl deshalb als Analogie zur Vielseitigkeit der Zitrusfrucht, die pur als Vitaminschub und gemixt durchaus als Kreativitätskatalysator auftreten kann.
@melaniebelling – Melanie ist seit Oktober dabei und bringt Struktur, eine Menge Projektmanagementerfahrung und noch mehr gute Laune ins Social Web-Team.
@MichaelvanLaar – Michael hat auf jede Frage eine fundierte Antwort, v. a. was Online Marketing und SEO, aber auch was Wein und Kaffee betrifft. Nach einem Gespräch mit ihm ist man sehr viel reicher.
@mypublications – Adrienn ist die engagierteste PR-Assistentin, die man sich vorstellen kann. Dienst nach Vorschrift? Nix da! Es wird sich weiterentwickelt, gekümmert, proaktiv kommen immer wieder viele gute Vorschläge. Einfach toll.
@presskid – Stefan kann man jedem Kunden nur als Projektleiter wünschen, und jedem Agenturchef auch. Nun hat ihn sich @Mirko_Kaminski geschnappt. Ein hervorragender Schachzug. Alles Gute bei @achtung!, Stefan!
@StReinig – Stefan ist ein Kämpfer für kreative, aufrichtige Kommunikation mit einem sehr guten Blick auf das Sinnvolle und Machbare. Und auch persönlich eine riesige pfälzisch-berliner Bereicherung für talkabout.
@talkabout – Mirko kennt Ihr ja. Er lebt und atmet Kommunikationsstrategie. Konzept gefällig? Mirko buchen! Vorsicht: Euer Geschäftsmodell könnte am Ende etwas anders aussehen. Es wird besser sein als vorher.
@uschemm – Ursula hat mit über 15 Jahren PR-Erfahrung unglaublich viel gesehen und viele Unternehmen beraten. Kunden fühlen sich wohl bei ihr. Ihre Braveheart-Battle-Teilnehmer nicht so sehr. Aber nur im eiskalten Wassergraben. Nach dem spektakulären Querfeldein-Rennen sind auch sie wieder große Fans.
@wveith – Werner ist ebenfalls ein Neuzugang, aber kennen tun wir uns schon sehr sehr lange… Und für viele von Euch ist der ehemalige CMP WEKA-Redakteur sicher auch kein Unbekannter. Viel Erfolg auf der „anderen“ Seite, Werner!
Jetzt gehöre ich also auch zu den talkabout-Alumni… eine äußerst illustre Gesellschaft, unter anderem mit @bconstant, @cherborg, @clab, @filizart, @heidischall, @igraemer, @khilger, @ManfredStein, @odegel, @Reg2009, @stefanosswald, @sfach, Mona, Robert, Annett, und all anderen, die vor mir da waren.
Danke Euch allen, es hat mir einen Riesenspaß gemacht!
Mein neuer Arbeitgeber heißt seit heute (1. November) (wieder) Hotwire PR. Für die international aufgestellte Kommunikationsberatung (Schwerpunkte IT und Technologie) habe ich schon von 2003 bis 2006 gearbeitet bzw. PR dort gelernt. Ich habe mich damals sehr wohl gefühlt, wollte aber auch noch etwas anderes sehen. Nach fast fünf Jahren gehe ich nun zurück, aber als „Rückschritt“ betrachte ich das bei weitem nicht. Brendon (CEO, @brendoncraigie) und Manuela (Geschäftsführerin Deutschland, @manuelamoore) haben große Pläne, und nach fünf Jahren talkabout fühle ich mich topfit, meinen Beitrag zu einem erfolgreichen Gelingen zu leisten. Mehr dazu bald, an dieser Stelle!