Von Musikern und Kaffeetrinkern

Die Politik tut sich schwer im Nahen Osten. Seien es Israel und die Palästinenser oder Israel, Iran und der Rest der Welt – ein friedliches Zusammenleben steht (hoffentlich) als Ziel für alle fest, doch über den Weg dorthin herrscht wenig Einigkeit. Hoffnung machen Menschen, die die Sache einfach selbst in die Hand nehmen. Zwei solche Menschen haben mich in letzter Zeit besonders beeindruckt.

West-Eastern Divan Orchestra, 10.7.2012, Philharmonie München

West-Eastern Divan Orchestra, 10.7.2012, Philharmonie München

Der Musiker
Daniel Barenboim ist Pianist und Dirigent und weltberühmt. Zum Nahost-Konflikt hat er eine ganz eigene Meinung: „[…] es ist eben kein Konflikt, den man politisch oder gar militärisch lösen könnte, es ist ein menschlicher Konflikt, in dem zwei Völker zutiefst davon überzeugt sind, Anrecht zu haben auf dasselbe Stück Land. Wir brauchen kein Nahost-Quartett aus Uno, Russen, Europäern und Amerikanern. Wir brauchen einen Psychiater.“ (Der Spiegel, 25/12, hier online) Weiterlesen

Schluss mit dem Westergewelle

In der Wirtschaftswoche #28 vom 9.7. wirft der stellvertretende Chefredakteur und Hauptstadtjournalist Henning Krumrey Regierungssprecher Seibert Sprachlosigkeit vor und trauert den Spin-Doktoren von damals hinterher. Er offenbart ein antiquiertes Verständnis von Kommunikation. Hier die Online-Fassung des WiWo-Artikels.

Dinosaur

Kommunikations-Dinos ab ins Museum (CC-Lizenz, Quelle: Flickr, Ian Southwell)

„Heute kein Journal“, so die Überschrift des Artikels im Heft, der @RegSprecher hat nichts zu sagen. Konkret sagte er Krumrey zu wenig zum vergangenen EU-Gipfel und als er es tat, kam es zu spät. Bekanntlich sei Merkel ja dort nach einer „Erpressung durch das Schuldner-Trio eingeknickt“. Wo war Seibert da? Wo waren die Erklärungen der Bundesregierung? Weiterlesen

3… 2… 1… Take-off!

Es ist getan! Nach einer Umzugs- und gar nicht allzu lang dauernden Aufbauaktion (die Baumeister haben durchaus das Potenzial als IKEA-Konstrukteure anzufangen) ist das neue Hotwire-Büro startklar. Ab sofort gibt es Hotwire nicht mehr nur in der Friedensstrasse in Frankfurt (und in London, Paris, Mailand, New York etc.), sondern auch in der Briennerstrasse 11 in München. Besucht uns, ein Kaffee steht immer bereit! Hier einige Impressionen aus der 5. Etage des altehrwürdigen Luitpoltblocks, in der wir uns eingerichtet haben.

So schnell baut man sich ein Büro

Für eine Kommunikationsberatung, die sich auf Technikthemen spezialisiert hat, war die Expansion in den Süden ein wichtiger und logischer Schritt. München ist Technologiestandort, und ein Großteil der für uns relevanten Medien finden sich hier. Ich freue mich schon sehr auf das Netzwerken mit den vielen Münchner Kommunikationsprofis! Weiterlesen

Goodbye talkabout, hello (again) Hotwire!

Nach fast genau fünf Jahren höre ich bei talkabout auf. Was für eine Zeit. Danke für alles!

Neue Balan, talkabout in Haus 10

Das erst Mal „in Action“ habe ich Mirko Lange bereits vor meinem Start bei talkabout erlebt, beim Pitch (PR-Sprache für „Bewerbung“) um den Etat einer Software-Schmiede. Das Gespräch mit den beiden Geschäftsführern begann auch ganz klassisch – Agenturpräsentation etc. Nur als es dann um deren Portfolio ging, entwickelte sich das Gespräch in eine mir bislang unbekannte Richtung: Mirko war nicht glücklich mit dem, was die beiden da über ihre Lösungen erzählten. Zu breit schienen ihm die Märkte, die da abgedeckt wurden, zu groß die Vielfalt der Lösungen, die auf der Plattform des Unternehmens aufsetzte. Kurz: Nicht nur eine Positionierung war mit der aktuellen Aufstellung des Unternehmen schwer zu machen – die hatten ihr Geschäftsmodell schlicht noch nicht vollends zu Ende gedacht. Mirko zeigte Lösungswege auf, betätigte sich nicht „nur“ als Kommunikations- sondern als Unternehmensberater, und hatte am Ende des mehrstündigen Meetings einen schlüssigen Ansatz für Unternehmens-, Produkt- und Kommunikationsstrategie formuliert, dem auch die beiden Geschäftsführer, durchaus erfahrene Leute, ihre Zustimmung gaben. Für talkabout haben sie sich aber letztlich nicht entschieden. Vielleicht wollten sie nichts mehr ändern, wollen sich die Arbeit nicht machen… Gehört habe ich seitdem nichts mehr von ihnen. Dafür war ich umso mehr überzeugt, dass talkabout ein hervorragender Arbeitgeber sein würde. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieser erste Eindruck voll und ganz bestätigt. Weiterlesen

Von der zeitweisen Arroganz des „Netzes“

Hach, war das lustig. Was haben wir* nicht gelacht über diese Steinzeitjournalisten, diese Kellerkinder der schreibenden Zunft, diese Hauptstadtjournalisten. Sind da draußen doch tatsächlich noch Medienmenschen zu finden, die nicht auf Twitter sind! Süffisant wurde die PK mit dem stellvertretenden Regierungssprecher zitiert, „Kopf->Tisch“ in allen Abwandlungen habe ich gefühlt wohl hundertmal gelesen. Und, geht’s uns jetzt besser? Sind wir wieder ein bisschen darin bestätigt worden, dass wir die Tollen sind, die „digitale Elite“? Schön. Dann können wir uns jetzt vielleicht wieder ins Bewusstsein rufen, dass das immer noch gar nicht sooo viele Leute interessiert. Und es könnte sein, dass das auch so bleibt. Weiterlesen

Von der „Wissenschaft“, einander zu verstehen

Laut WWGD-Autor Jeff Jarvis‘ hat der PR-Berater als Mittelsmann wenig Zukunft und die Verfasser des Cluetrain-Manifests würden die Marketing-Abteilungen am liebsten abschaffen. Braucht kein Mensch, meinen sie. Wenn die wüssten, was ohne Kommunikationsprofis auf sie zukäme… eine kleine Betrachtung dessen, was Kommunikation erfolgreich macht und warum das alles eben doch nicht so einfach ist.

Trendsport PR-Bashing
„Man kann nicht nicht kommunizieren“, hat uns Paul Watzlawick erklärt, und jeglichem Verhalten kommunikativen Charakter zugeschrieben. Alle kommunizieren also ständig – und doch scheinen vor allem die „Profis“, PR- und Marketing-Leute, so viel falsch zu machen. Bzw. werden in der Öffentlichkeit v. a. die Negativbeispiele aufgegriffen (vgl. relativ aktuelles Beispiel Bahn). Dass Als Konsequenz hat sich beispielsweise im SPIEGEL „Public Relations“ längst als Synonym für Lug und Trug (wenn nicht sogar Schlimmeres) etabliert und auch im Netz schimpft man sehr beliebt: „Marketingfuzzis“) – manchmal zurecht, aber meist einfach reflexartig – gerne auf die, deren Job es ist, ihre Arbeits- oder Auftraggeber mit deren Kunden ins Gespräch zu bringen. Weiterlesen

Ökosoziale Marktwirtschaft 1.0

Prof. Dr. Franz Joseph Radermacher über den  „Superorganismus Mensch“ und die Möglichkeiten, die ihm noch bleiben, um eine Welt in Balance zu schaffen. Zeit nehmen, ansehen. Das ist eines der wichtigen Videos auf youtube. Ich lasse das auf dieser Seite stehen, bis ich einen aktuelleren Beitrag von Prof. Radermacher finde. Weiterlesen