Schlagwort-Archive: PR

Licht ins Dunkel: Wenn Public Affairs-Berater „Ja“ sagen…

Wirtschaftsunternehmen haben jedes Recht der Welt, ihre Interessen in den politischen Prozess einzubringen. Nur offen müssen sie das tun, nicht in Hinterzimmern. Ein Lobbyregister wäre ein erster Schritt zu mehr Transparenz. MSL Germany (Public Affairs u.a. für Sanofi und Google) sagt ja dazu. Oder?

Licht

In einem Gastbeitrag im PR Report legt MSL-Germany-Chairman Axel Wallrabenstein seine Sicht der Dinge dar. Er scheint zunächst aufgeschlossen („Lobbyisten wären schlecht beraten, sich der Forderung nach einem solchen Register zu verschließen.“), stellt dann aber Bedingungen für das Zustandekommen eines Registers auf. Und auf einmal klang der Beitrag für mich eher wie ein klares Nein zu einem Register. Die ganze Geschichte diesmal auf Storify:

Wie wir PR-Themen in den Medien platzieren

Frank Patalong berichtet heute auf Spiegel Online im Beitrag „Wie PR-Themen in den Medien landen“ über die Arbeitsweise von PR-Abteilungen und Agenturen. Aus meiner Sicht ist die Beschreibung korrekt. Angenehm: Patalong skandalisiert nicht, er schafft Transparenz. Doch drückt er Besorgnis darüber aus, wie unabhängig Redakteure noch sind, wie groß der Einfluss der Unternehmen auf die Berichterstattung heute schon über PR ist.

Bild: © Marco2811, Fotolia.com

Bild: © Marco2811, Fotolia.com

Ich halte PR für eine völlig legitime Disziplin im Kommunikationsmix – wenn einige Regeln eingehalten werden. Aber wie sehen die aus? Was macht „gute“ PR aus? Und wie funktioniert Themensetzung aus Sicht einer PR-Beratung? Wir wollen auch von unserer Seite aus Transparenz schaffen. [Dieser Beitrag wurde zuerst im Blog meines Arbeitgebers Hotwire PR veröffentlicht.]

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Schluss mit dem Westergewelle

In der Wirtschaftswoche #28 vom 9.7. wirft der stellvertretende Chefredakteur und Hauptstadtjournalist Henning Krumrey Regierungssprecher Seibert Sprachlosigkeit vor und trauert den Spin-Doktoren von damals hinterher. Er offenbart ein antiquiertes Verständnis von Kommunikation. Hier die Online-Fassung des WiWo-Artikels.

Dinosaur

Kommunikations-Dinos ab ins Museum (CC-Lizenz, Quelle: Flickr, Ian Southwell)

„Heute kein Journal“, so die Überschrift des Artikels im Heft, der @RegSprecher hat nichts zu sagen. Konkret sagte er Krumrey zu wenig zum vergangenen EU-Gipfel und als er es tat, kam es zu spät. Bekanntlich sei Merkel ja dort nach einer „Erpressung durch das Schuldner-Trio eingeknickt“. Wo war Seibert da? Wo waren die Erklärungen der Bundesregierung? Weiterlesen

3… 2… 1… Take-off!

Es ist getan! Nach einer Umzugs- und gar nicht allzu lang dauernden Aufbauaktion (die Baumeister haben durchaus das Potenzial als IKEA-Konstrukteure anzufangen) ist das neue Hotwire-Büro startklar. Ab sofort gibt es Hotwire nicht mehr nur in der Friedensstrasse in Frankfurt (und in London, Paris, Mailand, New York etc.), sondern auch in der Briennerstrasse 11 in München. Besucht uns, ein Kaffee steht immer bereit! Hier einige Impressionen aus der 5. Etage des altehrwürdigen Luitpoltblocks, in der wir uns eingerichtet haben.

So schnell baut man sich ein Büro

Für eine Kommunikationsberatung, die sich auf Technikthemen spezialisiert hat, war die Expansion in den Süden ein wichtiger und logischer Schritt. München ist Technologiestandort, und ein Großteil der für uns relevanten Medien finden sich hier. Ich freue mich schon sehr auf das Netzwerken mit den vielen Münchner Kommunikationsprofis! Weiterlesen

Goodbye talkabout, hello (again) Hotwire!

Nach fast genau fünf Jahren höre ich bei talkabout auf. Was für eine Zeit. Danke für alles!

Neue Balan, talkabout in Haus 10

Das erst Mal „in Action“ habe ich Mirko Lange bereits vor meinem Start bei talkabout erlebt, beim Pitch (PR-Sprache für „Bewerbung“) um den Etat einer Software-Schmiede. Das Gespräch mit den beiden Geschäftsführern begann auch ganz klassisch – Agenturpräsentation etc. Nur als es dann um deren Portfolio ging, entwickelte sich das Gespräch in eine mir bislang unbekannte Richtung: Mirko war nicht glücklich mit dem, was die beiden da über ihre Lösungen erzählten. Zu breit schienen ihm die Märkte, die da abgedeckt wurden, zu groß die Vielfalt der Lösungen, die auf der Plattform des Unternehmens aufsetzte. Kurz: Nicht nur eine Positionierung war mit der aktuellen Aufstellung des Unternehmen schwer zu machen – die hatten ihr Geschäftsmodell schlicht noch nicht vollends zu Ende gedacht. Mirko zeigte Lösungswege auf, betätigte sich nicht „nur“ als Kommunikations- sondern als Unternehmensberater, und hatte am Ende des mehrstündigen Meetings einen schlüssigen Ansatz für Unternehmens-, Produkt- und Kommunikationsstrategie formuliert, dem auch die beiden Geschäftsführer, durchaus erfahrene Leute, ihre Zustimmung gaben. Für talkabout haben sie sich aber letztlich nicht entschieden. Vielleicht wollten sie nichts mehr ändern, wollen sich die Arbeit nicht machen… Gehört habe ich seitdem nichts mehr von ihnen. Dafür war ich umso mehr überzeugt, dass talkabout ein hervorragender Arbeitgeber sein würde. In den vergangenen fünf Jahren hat sich dieser erste Eindruck voll und ganz bestätigt. Weiterlesen